Coronakrise aus der Sicht der Bhagavad-gita

Updated: Jul 27, 2020

Wenn ich mir die Bevölkerung anschaue, erkenne ich zwei große Gruppen:


Die eine Gruppe glaubt, dass Covid19 ein lebensgefährlicher Virus sei, und dass alle die von der Regierung getroffenen Maßnahmen notwendig seien, damit diese Krankheit nicht zum Ausbruch kommt. Sie hoffen auf einen Impfstoff, der sie gegen diese Krankheit immun macht.


Die zweite große Gruppe hält den Virus für eine Art Einbildung, ja sogar für einen bewusst ausgelösten Hype, der dafür benutzt wird, um die Wirtschaft in einen „Reset-Zustand“ zu versetzen und um Demokratierechte abzubauen. Es ist sogar von einem geplanten Impfstoff die Rede, der die Bevölkerung mit einem Kontrollchip ausstatten soll. Einige sprechen sogar von einer geplanten Dezimierung, da die Welt angeblich überbevölkert sei.


Es gibt aber noch eine gute Anzahl von Zwischengruppen mit weiteren Ansichten und Interpretationen.


Alle Menschen dieser beiden Hauptgruppen haben eins gemeinsam: Sie leiden. Die eine Gruppe leidet, weil sie sich von Morgens bis Abends vor einem lebensbedrohlichen Virus fürchtet. Die andere Gruppe leidet, weil sie von wirtschaftlichen Einbrüchen betroffen ist und die Maßnahmen als Freiheitsberaubung und Kontrollverlust empfindet.


Wie können wir die Coronakrise im Lichte der Bhagavad-gita betrachten? Dieses Jahrtausende alte Buch spricht von dharma und adharma, d.h. von Handlungen, die im Einklang mit Gottes Geboten ausgeführt werden, und von Handlungen, die gegen die göttliche Ordnung verstoßen. Zu dharma gehört zum Beispiel, dass der Mensch allen Lebewesen gegenüber freundlich sein sollte. Man sollte keinem Lebewesen unnötig Leid zufügen. Der Sprecher der Bhagavad-gita, Lord Krishna, der von den Veden als die Höchste Persönlichkeit Gottes bestätigt wird, bezieht bei diesem Prinzip nicht nur Menschen mit ein, sondern auch die gesamte Natur, also auch Tiere, Pflanzen, Fische und Insekten.


Halten sich die Menschen nach diesem Gebot, keinem Lebewesen unnötig Leid zuzufügen? Tatsache ist, dass auf diesem Planeten jedes Jahr 100 Milliarden Tiere systematisch gezüchtet, in engen Käfigen gefangen gehalten, mit Medikamenten vollgepumpt und dann brutal getötet werden. Diese Tiere sehen oft nicht ein einziges Mal in ihrem Leben den blauen Himmel, die Sonne oder eine grüne Wiese. Können wir uns das erzeugte Leid von insgesamt 100 Milliarden Lebewesen vorstellen? (Wohlgemerkt nur in einem Jahr!)


Laut Bhagavad-gita wird hier also schon seit langem massiv gegen das göttliche Prinzip verstoßen.


Image by Sirisha Achanta @Vevisiadoodles


In Anbetracht dieser Tatsache ist es kaum verwunderlich, dass die Menschheit nun global gezwungen wird, das Karma ihrer eigenen unheilvollen Handlungen zurückzubekommen. Hierbei spielt es gar keine so große Rolle, zu welcher Gruppe man gehört, also ob man glaubt, der Virus sei eine lebensgefährliche Krankheit oder eine bewusst inszenierte Hysterie. Beide Gruppen bestehen hauptsächlich aus Menschen, die für viele Jahre durch ihren Fleischkonsum am Leid von Milliarden von Tieren beteiligt gewesen sind.


Schauen wir uns die karmischen Reaktionen genauer an:

  • Freiheitsberaubung und Einschränkungen durch Quarantäneverordnung, Lockdown, Besuchsverbot von Verwandten und Freunden, Gesichtsmasken, Kontroll-Apps, Abstandsregeln und „Social Distancing“. Liegt die Ursache vielleicht darin, dass wir auch den Tieren ständig ihre Freiheit berauben, sie in engen muffigen Ställen gefangen halten, sie nicht mehr auf die Weide lassen, sie mit Sendern ausstatten und den Müttern ihre Kälber gleich nach der Geburt wegnehmen?

  • Angst vor einem ominösen Impfstoff, der uns angeblich gezielt schwächen oder uns mit einem dauerhaften Chip präparieren soll. Falls diese Angst berechtigt sein sollte, wäre es somit ebenfalls eine karmische Reaktion davon, wie wir die Tiere behandeln. Denn auch die Tiere werden mit Impfstoffen und Antibiotika vollgepumpt, damit sich in den engen Ställen und Käfigen keine Krankheiten ausbreiten. Was den Dezimierungsgedanken betrifft, so kann man diesen mit dem ständigen Töten der Tiere in Verbindung bringen. Auch die Tiere müssen ständig dezimiert werden, damit die Ställe nicht überfüllen.

Krishna sagt in der Bhagavad-gita (9.10, mayādhyakṣeṇa prakṛtiḥ, „Die materielle Natur, die eine Meiner Energien ist, ist unter Meiner Führung tätig“. Mit anderen Worten, die materielle Natur sorgt dafür, dass die verkörperten Seelen (Das sind wir!) die karmischen Reaktionen auf ihre vergangenen Missetaten erhalten.


Es gibt hier also mehrere Möglichkeiten:

  1. Die Natur antwortet auf unsere unheilvollen Handlungen mit einem Killervirus, der die Menschheit nicht nur in Panik versetzt, sondern auch zu Tausenden infiziert, erkranken lässt und teilweise sogar tödlich niederstreckt.

  2. Die Natur antwortet mit einem normalen Grippevirus, der aber für einen Killervirus gehalten wird und dadurch ebenfalls Angst und Schrecken verbreitet. (Wir sollten uns hierbei erinnern, dass jedes Tier ebenfalls Panik bekommt, wenn es merkt, dass es getötet werden soll.)

  3. Es gibt keinen Killervirus, aber die Natur ermächtigt, eine kleine Gruppe von Menschen eine große Gruppe von Menschen in Illusion und in Hysterie zu versetzen.

Manche Leser mögen sich über Punkt 3 wundern, aber es heißt in der Bhagavad-gita, dass die materielle Natur uns verkörperte Seelen in Illusion versetzen kann, dass wir plötzlich an Dinge glauben, die in dieser Form gar nicht existieren.


Die Lösung der Coronakrise ist laut Bhagavad-gita also nicht im ständigen Tragen einer Mundschutzmaske oder in einem Impfstoff zu finden. Auch nicht darin, dass irgendwelche politischen oder wirtschaftlichen Führer beseitigt werden, wie einige Leute meinen. Das sind alles nur oberflächliche Symptomsbehandlungen.


Die Lösung ist vielmehr, dass wir tiefgreifend unseren Umgang mit der Natur überdenken und dann unser Verhalten ändern. Die Natur kommt von Gott. Und die Tiere wurden nicht von Gott erschaffen, damit wir ihnen Leid zufügen, sondern damit wir uns an ihrer Existenz erfreuen. Würden wir unsere Feindseligkeit gegenüber Tieren aufgeben, würde die Coronakrise sicher viel schneller vorüber sein als wir denken.


Author : von Paramshreya Dasa (Phillip Trier Rabe)


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